Bedeutung des Zellgehalts
Anhand des Zellzahlgehaltes der Milch kann die Eutergesundheit des Tieres beurteilt werden. Schon Zellzahlgehalte >100.000 weisen je nach Laktationsstadium auf Störungen in der Eutergesundheit hin. Ein erhöhter Zellzahlgehalt bedeutet immer eine Leistungsminderung und folglich ein wirtschaftlicher Schaden für den landwirtschaftlichen Betrieb. Laut Rohmilch-Güteverordnung muss der Zellgehalt der Anlieferungsmilch mindestens einmal im Monat untersucht werden. In der Regel wird der Zellgehalt jedoch häufiger untersucht.
Liegt der geometrische Mittelwert aus dem Abrechnungsmonat und den zwei vorhergehenden Monaten über 400.000 somatische Zellen, sind Milchpreiskürzungen die Folge.
Näheres regeln die aktuelle EU-Hygieneverordnung, die Milch-Güteverordnung und die Lieferordnung der Molkerei.
Milchproben je Zellzahlstufe in Weser- Ems im Rahmen der Rohmilch-Güteverordnung
| < 125.000 | 126.000-250.000 | 251.000-400.000 | > 400.000 |
| 12,0% | 55,3% | 31,0% | 1,8% |
Untersuchungsverfahren: Automatisierte fluoreszenzoptische Zählung von somatischen Zellen
Untersuchte Proben in 2024
Im Rahmen der Rohmilch-Güteverordnung: rund 1.100.700 Proben
Im Rahmen der Milchleistungsprüfung: rund 4.539.500 Proben
